Die besten Orte für Wildtierfotografie in der Schweiz und welche Kameraeinstellungen perfekt sind
Die Schweiz ist nicht nur für ihre imposanten Berge und idyllischen Seen bekannt, sondern auch für ihre faszinierende Tierwelt. Vom majestätischen Steinbock bis zum scheuen Luchs – die Möglichkeiten für beeindruckende Wildtierfotografie sind nahezu grenzenlos. Um die besten Bilder zu erhalten, ist jedoch nicht nur der richtige Ort entscheidend, sondern auch die passenden Kameraeinstellungen. In diesem Artikel erfährst du, wo du die schönsten Wildtiermotive in der Schweiz findest und wie du deine Kamera optimal einstellst.
Die besten Orte für Wildtierfotografie in der Schweiz
1. Nationalpark Graubünden
Der Schweizer Nationalpark im Kanton Graubünden ist ein Paradies für Wildtierfotografen. Hier kannst du Tiere wie Steinböcke, Gämsen, Rothirsche und Murmeltiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Besonders bei morgendlichem oder spätnachmittäglichem Licht ergeben sich eindrucksvolle Fotomotive.
2. Jura – Heimat der Luchse
Die dichten Wälder des Juragebirges bieten hervorragende Bedingungen für die Beobachtung von Luchsen. Diese scheuen Tiere lassen sich selten blicken, aber mit viel Geduld und einem Teleobjektiv kannst du hier atemberaubende Aufnahmen machen.
3. Aletschgebiet – Steinböcke und Alpenlandschaften
Das Aletschgebiet ist nicht nur bekannt für seinen beeindruckenden Gletscher, sondern auch für eine beachtliche Steinbock-Population. Besonders im Frühling und Herbst zeigen sich die Tiere in den alpinen Berglandschaften und bieten großartige Fotomomente.
4. Greyerzerland – Begegnungen mit Rotmilanen
Das Greyerzerland ist ein perfekter Ort für die Vogelfotografie, insbesondere für den Rotmilan. Mit seinen geschickten Flugmanövern lässt er sich hier oft in offenen Landschaften beobachten und spektakulär ablichten.
5. Val Trupchun – Ein Hotspot der Wildtierfotografie
Das Val Trupchun im Schweizer Nationalpark gilt als eines der wildreichsten Täler der Schweiz. Hier kannst du mit etwas Glück Wölfe, Bären oder sogar das scheue Auerhuhn fotografieren.
Perfekte Kameraeinstellungen für Wildtierfotografie
Wildtiere zu fotografieren ist eine echte Herausforderung, da sie sich oft schnell bewegen und schwer vorhersehbar sind. Die richtigen Kameraeinstellungen sind daher essenziell.
1. Verschlusszeit – Bewegungen einfangen
Eine schnelle Verschlusszeit ist entscheidend, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Für laufende Tiere empfiehlt sich eine Verschlusszeit von mindestens 1/1000 Sekunde. Bei fliegenden Vögeln kann sogar 1/2000 Sekunde oder schneller nötig sein.
2. Blende – Schärfentiefe steuern
Eine weit geöffnete Blende (kleine f-Zahl, z. B. f/4 oder f/5.6) sorgt für eine schöne Hintergrundunschärfe und hebt das Tier optisch hervor. In sehr lichtstarken Umgebungen kann eine kleinere Blende hilfreich sein, um mehr Details zu erfassen.
3. ISO-Wert – Balance zwischen Licht und Qualität
Ein niedriger ISO-Wert (100 – 400) bietet die beste Bildqualität, kann aber in dunklen Umgebungen wie Wäldern nicht immer ausreichen. In diesen Fällen solltest du den ISO-Wert erhöhen (bis zu 1600 oder höher), um eine gut belichtete Aufnahme zu erhalten, ohne zu viel Bildrauschen zu erzeugen.
4. Autofokus-Modus – Präzision bei der Fokussierung
Nutze den kontinuierlichen Autofokusmodus (AI Servo bei Canon oder AF-C bei Nikon/Sony), damit deine Kamera sich auf das bewegende Tier einstellt und es scharf hält. Eine einzelne Fokuspunktauswahl kann helfen, den Fokus exakt auf die Augen zu setzen.
5. Serienbildmodus – Chancen für das perfekte Bild erhöhen
Da Wildtiere oft unvorhersehbare Bewegungen machen, solltest du den Serienbildmodus aktivieren. Je mehr Bilder pro Sekunde deine Kamera aufnehmen kann, desto besser sind deine Chancen, den perfekten Moment festzuhalten.
Tipps für erfolgreiches Wildlife-Fotografieren
- Geduld haben: Viele Wildtiere sind sehr scheu. Plane ausreichend Zeit ein und beobachte ihr Verhalten genau.
- Kleidung anpassen: Trage unauffällige, erdfarbene Kleidung, um nicht aufzufallen.
- Übung mit deiner Kamera: Beherrsche deine Kameraeinstellungen, damit du im entscheidenden Moment nicht lange experimentieren musst.
- Den Wind beachten: Achte auf die Windrichtung – Tiere haben einen ausgeprägten Geruchssinn.
- Die goldene Stunde nutzen: Morgens und abends ist das Licht weich und erzeugt besonders stimmungsvolle Bilder.
Wildtierfotografie in der Schweiz erfordert Geduld, Wissen über Tierverhalten und die richtigen Kameraeinstellungen. Die beschriebenen Orte bieten dir die besten Chancen, atemberaubende Bilder zu machen. Mit den passenden Kameraeinstellungen kannst du die Schönheit der Natur einfangen und einzigartige Momente festhalten.