Indoor Europameisterschaften in Glasgow

Nach der Verletzungspause vor den Schweizer Meisterschaften waren die Erwartungen nicht sehr hoch. Und doch wäre es möglich gewesen. Nach gutem Start machte ein Fehler an der zweiten Hürde – wie so oft in dieser Saison - aber alle Hoffnungen zunichte. Mit 7.93s schied Brahian als 5. seines Vorlaufes aus.

Am Sonntag um 21:40 Uhr werden die Europameisterschaften mit der Staffel 4x400m mit Yasmin Giger abgeschlossen.

Bild: Jörg Oegerli

Indoor Europameisterschaften in Glasgow

Das Niveau über 400m war sehr hoch, für den Einzug ins Halbfinale hätte Yasmin Bestleistung laufen müssen, und das war an diesem Freitag nicht drin.

Yasmin wirkte etwas verkrampft und war in ihrem Lauf in Positionskämpfe verwickelt. Dadurch büsste sie Kraft ein, die ihr im Schlussspurt fehlte. In 53,84 Sekunden lief sie in ihrer Serie auf den 4. Platz. «Ich bin einigermassen zufrieden, auch wenn es besser hätte laufen können», sagte die noch nicht 20-jährige Athletin von NET Sport Club Amriswil, deren Blick nun auf das Rennen mit der 4×400-m-Staffel am Sonntag gerichtet ist.

Brahian Peña startet am Samstag um 13:02Uhr über 60m im ersten Vorlauf auf Bahn 5 mit dem Jahresschnellsten Orlando Ortega und dem Weltmeister Andy Pozzi neben sich.

Foto: Jörg Oegerli


 

Am Freitag geht es für Yasmin Giger in der Emirates Arena in Glasgow los, am Samstag folgt Brahian Peña.

Die Thurgauer AthletInnen zeigten sich zufrieden mit der Anlage. «Ich fühle mich hier wohl. Diese Bahn erinnert mich an diejenige in Magglingen», sagt Yasmin Giger nach dem Abschlusstraining am Donnerstag. Zuvor hat sie sich zusammen mit ihren Staffelkolleginnen in Magglingen auf die EM vorbereitet. Yasmin bestreitet sowohl das Rennen über 400m und wird auch am Schlusstag mit dem Nationalteam die Staffel über 4x400m bestreiten. Das Stadion fasst 5000 Zuschauer und die Organisatoren liessen verlauten, dass nahezu alle Tickets verkauft sind.

Schweizer Indoor Meisterschaften in St. Gallen: An den Indoor Schweizer Meisterschaften der Elite in St.Gallen gewinnt Yasmin Giger das Rennen über 400m in 53.66s deutlich vor Fanette Humair vom FSG Bassecourt (54.24s) und Cornelia Halbheer von der LV Winterthur (54.65s). Von Beginn weg kontrollierte Yasmin das Rennen im Stil einer routinierten Läuferin, ging nach 200m als erste auf die Innenbahn und liess sich nicht mehr von der Spitze verdrängen. Es ist dies bereits der 5. Titel in Serie bei der Elite der erst 19 jährigen Athletin nach zwei Titeln über 800m (2015 und 2016) und zwei Titeln über 400m (2017 und 2018). Mit ihrer Siegerzeit hat Yasmin ein weiteres Mal die Limite für die Europameisterschaften vom 1.-3.März in Glasgow erfüllt und wird dort neben dem Einzelstart auch mit der Staffel 4x400m im Einsatz stehen. 

Bestleistungen für Lena Weiss

Das märchenhafte Comeback nach drei Jahren Verletzungspause von Lena Weiss fand an den Schweizer Meisterschaften seine Fortsetzung. Über 60m verpasste Lena mit neuer Bestleistung in 7.62s das Finale um nur 3 Hundertstel, ein Finale wie es die Schweizer Leichtathletik noch nie erlebt hat. Mujinga Kambundschi gewann mit Jahresweltbestleistung in 7.08s, und dahinter haben gleich weitere 4 Sprinterinnen das EM-Limit erfüllt (pro Nation können nur 3 Athletinnen starten).

Im Hürdensprint lief Lena mit 8.59s ebenfalls neue Bestleistung und qualifizierte sich für das Finale wo sie in 8.67s Rang 7 belegte.

Ebenfalls neue Bestleistung lief Maartje van Beurden mit 8.75s womit sie im Halbfinale aber hängen blieb. Für die U20 Athletin sind die Nachwuchsmeisterschaften vom kommenden Wochenende in Magglingen das nächste Ziel. 

Im Stabhochsprung der Frauen musste Olivia Fischer mit dem ungeliebten 4. Rang vorlieb nehmen. Mit übersprungenen 4.00m sprang sie Saisonbestleistung und blieb nur 10 cm unter ihrer Allzeitbestleistung.

Über 200m blieb Luca Schaltegger in 23.56s nur 6 Hundertstel über seiner Bestleistung, war aber chancenlos. Auch für Luca sind die U20 Schweizer Meisterschaften das Saisonziel.

Brahian Peña musste leider wegen einer Verletzung auf einen Start verzichten, bis zu den Europameisterschaften hofft er aber wieder fit zu sein.