Die Serie der nationalen und internationalen Wettkämpfe vom letzten langen Wochenende beendete am Dienstag Andrina Hodel nach dem Motto «das Beste kommt zuletzt». Im Stabhochsprung bei Spitzenleichtathletik Luzern flog Andrina zuerst über die neue Bestleistung von 4.26m und danach auch gleich noch über die neue Thurgauer Rekordhöhe von 4.36m. Damit sprang die von Patrick Schütz trainierte Athletin an die Spitze der europäischen U20 Bestenliste und belegt Rang 3 der Weltbestenliste. Und der Sprung über 4.36m war so gut, dass gar noch mehr möglich scheint, zumal die Windbedingungen nicht optimal waren. Andrina hat sich nun für die nächste Woche in Boras (Schweden) stattfindenden Europameisterschaften U20 in die Favoritenposition gebracht.

Im Speerwurf der Männer überraschte Claudio Künzli in Luzern mit neuer persönlicher Bestleistung von 67.01m, eine Verbesserung von mehr als 2.5m. Nicht an ihre Bestleistungen vom Sonntag in Bulle (11.86s von Lena Weiss) und in Regensburg (11.85s von Charlene Keller) konnten unsere besten Sprinterinnen bei Gegenwind anknüpfen, aber erfreulich dass die beiden Mitglieder der U23 EM Bronzestaffel 2015 in Tallinn nach langer Verletzungspause wieder in Bestform sind. Über 110m Hürden lief Brahian Peña bei Gegenwind in 14.25s auf Platz 8 im A-Lauf.

Brahian (Foto von Jörg Oegerli)

 

Nach dem letzten Hitzewochenende mit vielen Bestleistungen sind unsere  
AthletInnen nun über ganz Europa verstreut international im Einsatz. 
Den Start macht Yasmin Giger am Freitag über 400m bei Athletissima in  
Lausanne,  ihrem letzten Test vor der EM U23 in Schweden. Weit im Osten,  
in Lutsk in der Ukraine, startet Andri Oberholzer mit dem Schweizer Team  
an der Mehrkampf Team-EM in der Super League der 8 Top-Nationen im  
Zehnkampf. 
Für Patrick Wägeli geht die Reise am Samstag nach London zum Europacup  
über 10'000m, seine Vereinskollegin Shell Schenk reist nach Zermatt zur  
Berglauf-Europameisterschaft mit dem Schweizer Team U20. 
Abgeschlossen wird das internationale Wochenende am Dienstag mit  
Spitzenleichtathletik Luzern mit Lena Weiss und Charlene Keller über  
100m, Claudio Künzli im Speerwerfen und Brahian Pena über 110m Hürden. 
National sind am Samstag das Munot-Meeting in Schaffhausen, das  
Stabmeeting in Zug und am Sonntag das Meeting auf der schnellen Bahn in  
Bulle die letzten Start- und Limitenmöglichkeiten vor der Sommerpause. 
International geht es pausenlos weiter mit den Europameisterschaften U23  
vom 11.-14. Juli in Gavle in Schweden mit Yasmin Giger und Mathieu  
Jaquet und vom 18. - 21 Juli mit den Europameisterschaften U20 in Boras  
in Schweden mit Andrina Hodel und Nick Rüegg bevor die Europäischen  
Jugendspiele in Baku (Aserbeidschan) mit Debby Schenk vom 21.- 26. Juli  
die Serie der Europäischen Meisterschaften beendet. 

Andri Oberholzer

An den Regionenmeisterschaften Ostschweiz in Zürich zeigte sich unser Nachwuchs von seiner besten Seite und brachte 15 Medaillen mit nach Hause. Waren es in den letzten Jahren meist die Mädchen mit der besseren Bilanz waren dieses Jahr besonders die Buben stark.

Ostschweizer Meister wurden Marco Kaltenrieder (Amriswil-Athletics) mit 53.42m im Speerwurf der U18, Niclas Hoost (NET Sport Club LA Amriswil) in 14.13s über 100m Hürden, bei den U14 Livio Maly (LAR Bischofszell) mit 1.57m im Hochsprung und 30.45m im Diskuswerfen sowie Miguel Forster (LAR Bischofszell) mit 5.22m im Weitsprung und 41.20m im Speerwurf.

Silber gewannen Niclas Hoost mit 47.39m im Speerwurf, Livio Maly mit 9.78m im Kugelstossen, Simon Hanselmann (Amriswil-Athletics) mit 35.15m im Speerwurf, Ladina Kobler (NET Sport Club LA Amriswil) bei den U18 mit 12.45m  im Kugelstossen und 32.58m im Diskuswurf.

Mit Bronze ausgezeichnet wurden Laura Marti (LAR Bischofszell) bei den U18 mit 12.34m im Kugelstossen und bei den U16 Amy Rutishauser (LAR Bischofszell) mit 34.42m im Speerwurf. Bei den U14 gewann Alina Tresch (LAR Bischofszell) Bronze über 2000m in 7:27.39 und Annika Zünd (Amriswil-Athletics) im Speerwurf mit 31.75m.

 

European Games in Minsk

Ohne Chance auf einen Spitzenplatz blieb Brahian Peña an den European Games in Minsk über 110m Hürden. Nach gutem Start touchierte Brahian bereits an der zweiten Hürde, fand den Rhythmus nicht wieder und konnte an den letzten zwei Hürden einen Sturz nur mit viel Glück verhindern. Mit bescheidenen 14.36s sicherte Brahian dem Schweizer Team als Dritter seiner Serie wenigstens noch 6 Rangpunkte.

Bereits am Dienstag hat Brahian im Viertelfinal die Gelegenheit zu zeigen was er wirklich kann.

 

Foto: Daniel Mitchell

 

Bestleistung und Abbruch in Tübingen

Beim EAA Classic Meeting Soundtrack in Tübingen realisierte Miriam Glassner als Zweitrangierte der Nationalen Serie über 100m in 12.40s eine persönliche Bestzeit. Danach kam das grosse Gewitter und der Grossanlass musste aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

 

 

 

Nach den vielen tollen Wettkämpfen und Resultaten starten unsere AthletInnen am Sonntag an den European Games in Minsk (Weissrussland) zu den internationalen Grossanlässen. Als erster Athlet wird Brahian Peña am Sonntag über 110m Hürden in den Kampf um internationale Medaillen eingreifen.

Link zu den European Games:

https://www.swissolympicteam.ch/eg/sommerspiele/Minsk-2019/Eins-tze-und-Resultate.html

https://minsk2019.by/en/news/1355

21 Schweizer Leichtathletinnen und Leichtathleten nehmen vom 22. bis 30. Juni an den zweiten Europaspielen in Minsk (BLR) teil. Sie alle erleben dort eine Premiere: Der Leichtathletik-Wettkampf wird in einem neuen Format als Team-Event unter der Bezeichnung Dynamic New Athletics (DNA) durchgeführt.

Die etablierten Wettkampfformate werden in der Leichtathletik immer wieder hinterfragt. Anstelle von Einzel- und Staffelwettbewerben findet in Minsk ein Teamwettkampf in Turnierform statt. Die 24 teilnehmenden Nationen bestreiten dabei zunächst in vier Sechsergruppen eine Vorrunde mit acht Disziplinen (Sonntag, 23. Juni). Anhand der gewonnenen Punkte aus den einzelnen Disziplinen wird die Startreihenfolge und das Zeithandicap für das abschliessende Jagdrennen («The Hunt») errechnet. «The Hunt» führt im Rahmen einer Staffel über 800 m (gelaufen von einem Mann), 600 m (Frau), 400 m (Mann) und 200 m (Frau). Das Land, das «The Hunt» als Erstes beendet, ist Gruppensieger.

Viertelfinals, Halbfinals, Final
Die vier Gruppensieger sowie die besten zwei Gruppenzweiten rücken direkt in den Halbfinal vor (Mittwoch, 26. Juni). Die anderen 18 Länder erhalten nach einem Ruhetag im Viertelfinal eine weitere Chance auf das Weiterkommen. Die zwölf Halbfinalisten machen danach in zwei Sechsergruppen die sechs Finalteilnehmer unter sich aus. Das Siegerland der Europaspiele 2019 wird am Freitag, 28. Juni ermittelt.

Schon in der Vorrunde warten mit Deutschland, Griechenland, Ungarn, der Slowakei und Zypern starke Gegner auf das Schweizer Team.

Ein Sportfest mit 15 Sportarten
Insgesamt gelangen an den zweiten Europaspielen – die Premiere fand 2015 in Baku (AZE) statt – 15 Sportarten zur Austragung. In deren 14 ist die Schweiz mit dabei.

Viele weitere internationale Höhepunkte

Nach den European Games in Weissrussland geht es dann in die Ukraine. Bei den Mehrkampf Team Europameisterschaften in Lutsk gehört Andri Oberholzer dem Schweizer Mehrkampfteam in der Super League an. Hoch hinaus will Shelly Schenk mit dem Schweizer Team U20 an der Berglauf-EM im heimischen Zermatt. Danach führt die Reise nach Schweden. In Gävle finden vom 11.-14. Juli die U23 Europameisterschaften (mit Yasmin Giger über 400m Hürden) statt und gleich danach vom 18.-21. Juli in Boras die U20 Europameisterschaften mit Andrina Hodel (Stab) und Nick Rüegg (110m Hürden). Danach geht es wieder in den Süden. Am European Youth Olympic Festival (EYOF) in Baku (Aserbaidschan) vom 21. – 27. Juli sollte Debby Schenk über 400m Hürden dem Schweizer Team angehören.  Im August geht es weiter mit den Team Europameisterschaften in Bydgoszcz in Polen wo das Schweizer Team mit Yasmin Giger mit den 12 besten Nationen Europas um den Verbleib in der Super League kämpfen wird. Der Höhepunkt erfolgt aber erst Ende September wenn in Doha (Katar) die Weltmeisterschaften ausgetragen werden – mit Yasmin Giger. Den Abschluss der langen Saison macht dann wieder Brahian Peña mit den Military World Games in Wuhan (China). Die Selektionsperioden dauern noch an, gut möglich dass noch weitere AthletInnen dazu kommen werden.

Foto: Jörg Oegerli

 

 

Die Gesamtrangliste ist nun online. Siehe entsprechenden Button oder hier