Vor einer Woche hat Yasmin das EM-Limit abgehakt, beim zweitägigen Hallenmeeting in Magglingen dieses Wochenende sorgte sie am Sonntag im 400-m-Rennen der Frauen erneut für Aufsehen. Die 200-m-Spezialistin Sarah Atcho (Lausanne-Sports) beschleunigte am schnellsten und führte bei Halbzeit, dahinter folgte die erst 19-jährige Yasmin Giger. Auf den letzten Metern gewohnt stark, zündete Yasmin auf der Gegengerade der zweiten Runde einmal mehr den Turbo, währenddem Atcho für das Anfangstempo büssen musste. Giger stürmte nach 53.01 Sekunden ins Ziel und löschte damit einen 27 Jahre alten Schweizer U23-Rekord aus (zuvor Regula Scalabrin mit 53.24s).

 EM Limite für Brahian Peña

Bereits im Vorlauf über 60 m Hürden trieben sich Tobias Furer (LK Zug) und Brahian Peña zu Höchstleistungen an. Im Ziel trennten die beiden nur drei Hundertstelsekunden. Mit 7.84s (Furer) und 7.87 Sekunden (Peña) blieben beide unter der Limite von für die Hallen-EM in Glasgow. Gefordert waren 7.88s. Während Furer den Finallauf anschliessend ausliess kam Peña nach 7.96 als Sieger ins Ziel.

 Weiterer Exploit von Lena Weiss

Nach dem erfreulichen Comeback vor einer Woche nach jahrelanger Verletzungspause im Sprint überraschte Lena Weiss auch in ihrer neuen Disziplin dem Hürdensprint. Mit 8.65 Sekunden läuft sie auf Anhieb in die Schweizer Spitze und rangiert damit an fünfter Stelle der Saisonbestenliste.

Nächster Höhepunkt sind nun die Schweizer Meisterschaften am 16./17. Februar in St. Gallen und danach die Europameisterschaften am ersten Märzwochenende in Glasgow. Der Nachwuchs trifft sich am 23./24. Februar in Magglingen zu den nationalen Titelkämpfen.

Foto: Jörg Ögerli

Am nationalen Hallenmeeting in Magglingen überzeugte Yasmin Giger (NET Sport Club Leichtathletik Amriswil) über 400m und erfüllte mit 53,41 Sekunden die Limite für die Hallen-EM in Glasgow (1. bis 3. März). 

Sechs Tage nach ihrem Saisoneinstieg beim Hallenmeeting in St. Gallen mit persönlichen Bestleistungen über 60m in 7.72s und 200m in 24.56s setzte Yasmin Giger in Magglingen ein Ausrufezeichen. Sie lief ein hervorragendes 400-m-Rennen und gewann dieses souverän in 53,41 Sekunden. Damit verbesserte sie nicht nur ihre persönliche Bestzeit um mehrere Zehntel, sie unterbot auch die Limite für die Hallen-EM um ganze 49 Hundertstel. Die 19-jährige Absolventin des Sport-KV in Kreuzlingen hat damit gute Chancen, zum zweiten Mal nach 2017 an einer Hallen-EM teilzunehmen, sowohl im Einzelrennen als auch mit der 4x400m-Staffel. Vom Schweizer U23-Hallenrekord trennen sie noch 17 Hundertstel.

Überraschendes Comeback von Lena Weiss

2015 lief Lena Weiss mit der Nationalstaffel über 4x100m an den Europameisterschaften U23 in Tallinn zur Bronzemedaille, seither war sie mehr bei Ärzten und Physiotherapeuten zu sehen als auf dem Sportplatz. In Magglingen nun konnte sie endlich wieder schmerzfrei laufen und war bei ihrem Comeback gleich so schnell wie nie zuvor. In 7.63s lief sie über 60m als Siegerin im B-Final persönliche Bestleistung (bisher 6.66s im Jahr 2015) und hat damit wieder Anschluss an die Nationale Spitze geschafft. Und nur einen Tag später bestätigte sie dies Leistung mit einem Sieg an den VLV-Meisterschafen in Dornbirn in 6.64s.

 

Weitere Amriswiler AthletInnen glänzten zum Saisonauftakt mit Topleistungen: Brahian Peña lief über 60m Hürden in 7.92s nur um 0.04s an der EM-Limite vorbei und Maartje Van Beurden gelingt in der gleichen Disziplin bei den Frauen in 7.79s eine Spitzenzeit. 

 

Foto: Jörg Oegerli

Bei besten Bedingungen bereiten sich 11 AthletInnen auf der Kanareninsel Teneriffa auf die Hallensaison vor. Vom 3. bis 17. Januar wird täglich an der Technik gefeilt und die Athletik verbessert. Zahlreiche europäische SpitzenathletInnen geben zudem besten Anschauungsunterricht. Für die AthletInnen beginnt am 19. Januar die Wettkampfsaison in Sindelfingen. Höhepunkt der Hallensaison sind die Schweizer Meisterschaften im Februar in St. Gallen (Aktive) und Magglingen (Nachwuchs). Brahian Peña und Yasmin Giger streben die Limite für die Halleneuropameisterschaften in Glasgow an. 

Thurgauer Sportlerwahl 2018

Bereits zum 40. Mal findet am Freitag, 8. Februar 2019 die Ehrung der besten Thurgauer Sportlerinnen und Sportler 2018 sowie der Sportförderin bzw. des Sportförderers statt. Zum sechsten Mal hat der Panathlon Club Thurgau die Organisation der Thurgauer Sportlerwahl übernommen.

 

Nominierte Einzelsportler/innen
Stefan Bissegger (Rad), Martin Fuchs (Reiten), Samuel Giger (Schwingen), Yasmin Giger (Leichtathletik), Martin Hubmann (OL), Claudio Imhof (Rad), Stefan Küng (Rad) und Jonas Langenegger (Segelfliegen).

Nominierte Teams
Faustball Wigoltingen, LINDAREN Volley Amriswil, HC Thurgau, Ballonteam Zeberli, SC Kreuzlingen Wasserball und RV Sirnach.

Das E-Voting dauert bis 10. Januar 2019 12:00 Uhr unter www.tkb.ch/sportlerwahl.

 

Jugendolympiade in Buenos Aires

Um es vorweg zu nehmen, die Erwartungen waren hoch, wir haben sogar auf einen Podestplatz geschielt. Nun, es kam anders. Bereits im ersten Lauf kam Nick erst spät ins Rennen und lief nicht ganz befriedigende 13.81s. Da es den meisten Konkurrenten nicht viel besser erging reichte dies aber zum letzten Platz im Final der 8 Besten. Und die Zeitdifferenzen waren so klein dass Silber oder Bronze noch immer im Bereich des Möglichen war. Bei den Bewerben hier gibt es ja den neuen Modus dass die Zeiten der beiden Läufe addiert die Rangierung ergibt. So hiess die Devise für den zweiten Lauf voll auf Angriff zu laufen. Nach einem wiederum verhaltenen Start begann Nick aufzudrehen und just in diesem Moment brachte ihn ein Fehler an der Hürde ins Straucheln. 14.01s ergab zusammen mit dem ersten Lauf schliesslich Rang zehn. Eine leichte Enttäuschung - aber wir sind hier ja an Olympischen Spielen. Im Nachhinein mussten wir sehen dass ein Podestplatz nur mit zwei absoluten Topzeiten möglich gewesen wäre, im zweiten Lauf ist die Weltspitze sensationelle Zeiten gelaufen.
Die Spiele hier in Buenos Aires waren ein grossartiges Erlebnis sowohl für die AthletInnen als auch für Argentinien. Die Zuschauer sind in Massen in die Stadien geströmt und haben sich auch von schier unendlichen Warteschlangen nicht davon abhalten lassen bei Olympia dabei gewesen zu sein. Kam dazu dass bis auf einen Tag die drei Wochen hier nur Sonnenschein und herrliche Frühlingstemperaturen herrschten. Und was die Jugend der 206 teilnehmenden Nationen hier gezeigt hat war schon sehr beeindruckend. VIVI EL FUTURO war das Motto der Spiele, und und es wurde klar dass sich der Sport in den nächsten Jahren verändern wird. Der Startschuss dazu ist hier in Buenos Aires eindeutig gefallen.