Niclas Hoost und Leena Pfister mit den höchsten Punktzahlen

386 Kinder und Jugendliche haben am Mittwoch im Kreuzlinger Burgerfeld um eine gute Rangierung geworfen, sind gesprintet und gesprungen. Pro Altersklasse qualifizierten sich die Sieger für den Schweizer Final im Zürcher Letzigrund.

kk. Auffallend war dieses Jahr beim Thurgauer Kantonalfinal die hohe Zahl der Finalisten, die nicht aus einem Leichtathletik-Club kamen, sondern die sich als Schüler im Sportunterricht qualifiziert hatten. Es gab sogar eine Amriswiler Oberstufe, die für ihre Finalisten T‘Shirts bedrucken liess und damit deren Leistung würdigte.

Seit diesem Frühling hatten an zahlreichen Orten und Schulen im ganzen Kanton lokale Ausscheidungen des UBS Kids Cup stattgefunden. Die besten 35 Kinder pro Jahrgang waren zum Thurgauer Kantonalfinal eingeladen worden. Bei den jüngeren Athletinnen und Athleten ab Jahrgang 2012 nutzten die Meisten diese Gelegenheit. Bei den Älteren, bis Jahrgang 2004 waren die Teilnehmerfelder kleiner.

Prominente Unterstützung

Als spezieller Gast war die Schweizer Hochspringerin Salome Lang auf dem Kreuzlinger Burgerfeld. Die Baslerin, die schon 1.91m übersprungen hat, studiert an der Uni St. Gallen. Sie leitete das Aufwärmen und verteilte anschliessend Autogramme. Zudem waren viele Europameisterschaftsteilnehmerinnen und -teilnehmer, Schweizermeister und Nachwuchstalente als Helfer im Einsatz. Sie starten normalerweise für den Net Sport Club Leichtathletik Amriswil oder sind in der Nationalen Eliten Sportschule Thurgau NET in Kreuzlingen. Am Kantonalfinal wechselten sie die Seite und standen für einmal für die neue Generation von Leichtathleten im Einsatz.

Tolle Videos

Von allen Finalisten wurden Video’s vom 60m-Lauf gemacht. Es lohnt sich diese anzuschauen, kann doch das Video in verschiedenen Versionen mit Schweizer WeltklasseathletInnen kombiniert werden – originell gemacht. 

https://www.ubs-athletics.fans/de/finisher-clips

Viele Helfer im Einsatz

Dank vielen Helfern ging das Kantonalfinale in Rekordzeit perfekt über die Bühne. Eltern, Schüler und Lehrkräfte vom SBW Talent-Campus Bodensee, AthletInnen des NET Sport Club und zahlreiche Helfer von der UBS sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Herzlichen Dank für euren Einsatz.

Salome Lang beim Einlaufen. 

 

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Am Donnerstag starten die U20-Europameisterschaften in Borås. Das Schweizer Team ist bei den Titelkämpfen in der schwedischen 112.000 Einwohner-Stadt mit 35 AthletInnen vertreten und will sich gegen die europäische Konkurrenz bestmöglichst behaupten. 6 Athletinnen stehen in ihrer Disziplin im Vorfeld in den Top Fünf des Kontinents.

Nicht weit vom Flughafen Göteborg, den die Schweizer Mannschaft am Montag von Zürich aus angesteuert hat, liegt die schwedische Stadt Borås entfernt. Dort finden von Donnerstag bis Sonntag (18. bis 21. Juli) die U20-Europameisterschaften statt. Im "Ryavallan Athletics Stadium", das 2012 für die schwedischen Meisterschaften 2013 renoviert wurde und für rund 4.000 Zuschauer Platz bietet, treffen sich über vier Tage Europas beste Nachwuchsathleten. 

Am Mittwochvormittag konnten die AthletInnenen im Stadion trainieren um sich mit der Wettkampf-Anlage vertraut zu machen. "Es geht für die Talente darum, ihren Platz in der europäischen Bestenliste zu verteidigen und sich gegen die internationale Konkurrenz zu behaupten", sagt Mannschaftsleiter Dani Ritter. "Die Meisterschaft ist ein wichtiges Lernfeld für spätere Einsätze in der Erwachsenen-Nationalmannschaft." 

Andrina Hodel in der Favoritenrolle - Nick Rüegg mit Finalpotential

Im Stabhochsprung ist Andrina Hodel ist nach 2016 (EM U18) und 2017 (EM U20) bereits zum dritten Mal an einem Grossanlass dabei. Hier in Boras ist sie nach ihrem Sprung über 4.36m in Luzern gar als Europbeste angereist und gilt als Medaillenkandidatin. Am Freitag um 10:05 Uhr geht es los mit der Qualifikation, das Finale beginnt am Sonntag um 16:18 Uhr.

Nick Rüegg, noch im jüngeren Jahrgang der U20-Kategorie, brint bereits die Erfahrung von vier Grossanlässen mit und er weiss auch wie es sich anfühlt mit einer Madaille um den Hals gehängt (3. Rang EM U18 im letzten Jahr). Doch nuun sind die Hürden 10cm höher, um dies zu beherschen braucht es Zeit. Nick ist momentan an 10. Stelle der Europabestenliste und darf bei optimalem Verlauf von einem Finalplatz träumen. Runde 1 beginnt am Donnerstag um 11:08 Uhr, das Halbfinale am Freitag um 12.19 Uhr und das Finale am Samstag um 19:31 Uhr.


Die Wettkämpfe werden via Live-Stream auf der Website von European Athletics übertragen wie auch auf Eurosport 2. Dort werden auch die Resultate laufend aktualisiert.

Yasmin Giger gewinnt Bronze

Yasmin Giger ist ein Schweizer Medaillengarant bei Nachwuchs-Grossanlässen. Die 19-Jährige Romanshornerin, die erst im ersten Jahr der U23 angehört,sicherte sich bereits zum fünften Mal in Serie Edelmetall. Nach 2015 (Silber am EYOF), 2016 (Silber an der U18-EM), 2017 (Gold an der U20-EM) und 2018 (Bronze an der U20-WM), fügte sie ihrer Sammlung in Schweden eine weitere bronzene Auszeichnung hinzu. Ausser 2015 (400 m) gewann sie alle ihre Medaillen über 400 m Hürden.

Bereits im Vorlauf und im Halbfinal hinterliess Yasmin einen starken Eindruck und qualifizierte sich scheinbar mühelos für das Finale. Die Ausgangslage war sehr spannend, nach dem Halbfinallauf kamen 6 AthletInnen für das Podest in Frage. Yasmin startete auf der nicht vorteilhaften Bahn 8 stark ins Rennen, wie es schien offensiver als gewöhnlich und lag früh mit den Besten gleichauf. In der zweiten Kurve war der Lauf dann nicht mehr ganz so flüssig, auf den letzten 100m konnte sie sich aber erfolgreich unter den ersten drei behaupten und auf dem Bronze-Platz ins Ziel laufen. Mit 56,39 Sekunden lief sie so schnell wie noch nie in dieser Saison und blieb nur 0.2s hinter der eher überraschenden Europameisterin Paulien COUCKUYT aus Belgien und 0.15s hinter der leicht favorisierten Italienerin Linda OLIVIERI aus Italien zurück.

 

Rot und Weiss: Die dominierenden Farben am Montag am Flughafen von Stockholm. Über 50 AthletInnen, Trainer und Betreuer  von Swiss-Athletics haben zu Wochenbeginn die Reise nach Schweden angetreten. Diese führte sie nach einem Flug in die Hauptstadt Stockholm mit einer rund 90-minütigen Busfahrt weiter in den Norden nach Gävle. In der 75.000 Einwohner zählenden Universitätsstadt finden von Donnerstag bis Sonntag (11. bis 14. Juli) die U23-Europameisterschaften statt. 1100 AthletInnen aus 50 Nationen sind gemeldet.

Im starken Schweizer Team gibt es gleich mehrere AnwärterInnen auf einen Podestplatz. Allen voran Jason Joseph im Hürdensprint, Angelica Moser im Stabhochsprung, Charles Devantay über 400m,  Salome Lang im Hochsprung, Géraldine Ruckstuhl im Siebenkampf und natürlich Yasmin Giger über 400m Hürden.